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logische Anordnung

Die logische Anordnung des Lexikons spiegelt die Beschreibung der Theorie, in der Reihe etwa, wie sie in der Beschreibung auftreten. Die Begriffe, die sich semantisch nahstehen, werden zusammengefasst. Es ist hilfreich, dieses Lexikon anzuschauen, bevor man sich mit der Theorie befassen will. Es dient als eine Art der Einführung in die Theorie. Zugleich wird man mit Begriffen vertraut, die in der Theorie benutzt werden: Einige davon sind ganz neu kreiert worden, wie z.B. die phänomenale Welt. Andere werden teilweise abweichend von den etablierten Bedeutungen benutzt (z. B. Kultur, soziale Einheit) und manchmal verlieren sie sogar ihre eigentliche Bedeutung (soziale Einheit in Zivilisation). Die Begriffe, die von der allgemein etablierten Bedeutung abweichen, werden pink hervorgehoben, neue Begriffe – in blau.

a-Evolutionstheorie

bedeutet allgemeine Evolutionstheorie. Es ist eine weltanschauliche Theorie, die sich mit dem Muster der Evolution beschäftigt. Es werden Gemeinsamkeiten in der Evolution der 4 postulierten Materieformen (siehe: phänomenale Welten) untersucht und als Evolutionsmuster beschrieben.

a-Evolution, Evolution

steht für allgemeine Evolution. Unter Evolution wird eine selbst organisierende Entwicklung verstanden, die immer etwas qualitativ Neues hervorbringt. Es reicht nicht, wenn sich ein neuer Stern als eine Variation schon bestehender Sterne entzündet. Es muss eine Galaxie, ein Stern-Planeten-System sein, um die Forderung nach neuer Qualität zu erfüllen.

Evolutionsmuster

Die Gemeinsamkeiten in der Entwicklung werden in zwei Arten des Musters beschrieben. Eines ist das Phasenmuster, das durch eine wellenartige Kurve dargestellt wird. Ein anderes Muster – allgemeines Muster – betrifft die Eigenschaften der evolutiven Entwicklung, die sich nicht mit einer bestimmten Entwicklungsphase identifizieren lässt, wie etwa die Spiegelung, die Fraktalen etc. Das Phasenmuster präsentiert die wellenartige Evolution, das allgemeine Muster zeigt ihren chaotischen Charakter.

evolutive Einheit

ein kategorialer bzw. Sammel-Begriff, der nicht mit einer konkreten physikalischen Einheit zu tun hat. Ein Lebewesen ist eine evolutive Einheit, obwohl ein Lebewesen nicht evolviert. Die evolutive Einheit wird durch ihre Auswirkung auf die Umwelt gekennzeichnet. Evolutive Einheit ändert durch eine Wechselwirkung die Umwelt. Die Umwelt zwingt sie im Folgenden zur Anpassung: evolutive Einheit ändert sich: Sie evolviert. Hier auch der Bezug zur vorherigen Einheit muss nicht so offensichtlich sein, wie es durch Fortpflanzung im Leben üblich ist. Die evolutive Einheit „Stern“ ist ebenfalls einer Evolution unterzogen, nur „das Erbgut“ befindet sich nicht in der evolutiven Einheit, sondern in der Umwelt, die sie (die evolutive Einheit) hervorbringt. Der Stern verändert die Umwelt. Die Umwelt bringt die nächste Generation der Sterne hervor, die unterscheiden sich von den vorherigen. Stern wandelt sich.

Wesentlicher Merkmal der evolutiven Einheit: Sie befindet sich in einem Wechselwirkungsnetz (WWN) mit gleichartigen Einheiten und dieser WWN hebt sich von der Umwelt ab.

Selbstorganisation

der Selbstorganisationsbegriff nach WIKI bezieht sich auf die Eigenschaften der Einheit, durch die „das Selbst“ sich identifizieren lässt. Es ist richtig, aber es ist eine reduzierte Betrachtungsweise. Daher akzentuiere ich lieber in der Theorie die Wirkung der evolvierenden Einheit auf ihre Umwelt, die die evolutive Einheit in einer Rückkoppelung verändert. Die photosynthetisierende Zelle hat ihre Umwelt mit dem Sauerstoff angereichert und wurde damit zur selektierenden gestaltenden Umwelt für das folgende einzellige Leben. Dieses gilt für jede evolutive Einheit.

Phänomenale Welt

Es werden 4 phänomenale Welten postuliert: Die Quantenwelt, die stoffliche/ makrokosmische (klassische) Welt, das Leben bzw. lebende Welt, die Zivilisation bzw. zivilisatorische Welt. Die Welten stehen zueinander nach der Art der russischen Matrioschka – einer Puppe, die mehrere ineinander gestapelte Puppen beinhaltet. Die evolvierende Welt bringt auf einmal etwas qualitativ Neues, das einen „Quantensprung“ zu dem davor Gewesenen bedeutet. Diese Qualität wird mit der Bezeichnung „phänomenal“ bezeichnet, was bedeutet die Emanzipierung der neu entstandenen Qualität von ihrer mütterlichen Welt und den Beginn der eigenen Evolutionsphase. Zugleich bedeutet es, dass die mütterliche Welt in „Erhaltungsstadium“ geht, so dass nur Variationen des Bestehenden betrieben werden und keine neuen Qualitäten entstehen. Jede neue phänomenale Welt basiert sich auf die Gesetzmäßigkeiten der mütterlichen phänomenalen Welt, dennoch weiß sie diese Gesetzmäßigkeiten gezielt auszunutzen, um ihre Wirkung zu verstärken, mindern, ggf. zu neutralisieren. Nach außen lässt sie hier eigene Regeln manifestieren.

Quantenwelt

stellt das Ganze der Wechselwirkungen der Elementarteilchen und der komplexeren Teilchen dar.

Stoffliche/makrokosmische Welt

stellt das Ganze der Wechselwirkungen der Atome und der kosmischen Makroobjekte dar.

lebende Welt

stellt das Ganze der Wechselwirkungen der Zellen und Organismen dar.

zivilisatorische Welt                                                                                                 

stellt das Ganze der Wechselwirkungen der Menschengemeinschaften dar – alle sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Strukturen, die im Laufe der kulturellen Geschichte entstanden sind.   

Näheres erfahren Sie in dem Artikel: Annahme: Die phänomenalen Welten

 Gründer (der Welt)

ist eine qualitativ neue Einheit, die eine phänomenale Welt gründet. Anders gesagt, konstituiert sich das Wechselwirkungsnetz einer phänomenalen Welt (auf seine elementarste Ebene) durch den Gründer. Die Gründer bilden die Knoten des Wechselwirkungsnetzes. Eine essentielle Eigenschaft der Gründer: Sie binden sich immer zu sozialen Einheiten (siehe weiter unten). In dem Fall der Alleinentstehung des Gründers (die Urkraft, die Zelle) gibt es inneres Gefälle, das sie zur Spaltung bzw. Teilung zwingt. Damit werden Voraussetzungen des einen WWN, für dessen Funktionsfähigkeit eine Pluralität notwendig ist, erfüllt.

qualitativ neue Einheit

ist eine Einheit, die nicht eine Variation zum Bestehenden darstellt, sondern qualitativ neue Merkmale aufweist, die es neue Ebene für Variationen eröffnet. Uns interessieren vor allem die Einheiten, die sich an markanten Punkten der a-Phase-Kurve herausbilden. Es gehören aber auch die Einheiten dazu, die auf eine fraktale Ebene den markanten Punkten entsprechen (wie z.B. Bakteria Domäne).

soziale Einheit

Es ist ein wichtiger Begriff in dem a-Evolutionsmuster, aus dem ein weiterer Begriff „Sozialisierung“ abstammt. Soziale Einheit entsteht durch eine Verdichtung der Wechselwirkungen gleichartiger Einheiten, die nach außen selbst als eine Einheit wirkt, dennoch fehlen ihr die entscheidende Merkmale der elementaren Einheit – die dauerhafte Selbsterhaltung. Die Beispiele der sozialen Einheit: Hadronen in der Quantenwelt, Moleküle, Sterngruppen, Galaxiehaufen in der klassischen Welt, Bakterienkolonie, Schwarm, Rudel, Familie im Leben, Stamm, Stadt-Staaten, zwischenstaatliche Allianzen in der Zivilisation.

Gemeinschaft

Die Gemeinschaft ist ein Gründer der zivilisatorischen Welt. Die Deutung in Theorie weicht von dem Verständnis, der in WIKI beschrieben wird und der ein starkes „Wir-Gefühl“ fordert, ab. Es genügt, wenn das Wechselwirkungsnetz, das wir kategorial zur Gemeinschaft anordnen, etwas gemein hat. Es kann z.B. ein Ziel sein oder gemeinsame Interessen. So macht die produzierte Ware als gemeinsames Ziel aus einem Wechselwirkungsnetz eines Unternehmens eine Gemeinschaft. Wenn auch seine Teilnehmer im Grunde andere Interessen haben, werden sie von dem Ziel abhängig.  Und auch ein Verein, Religionsgemeinschaft, Armee etc. fällt unter diese Kategorie. Der Staat wird gesehen als eine Fusionsherd der verschiedensten Gemeinschaftsarten.

Wechselwirkungsnetz, kurz WWN                                                                                   

Die Methode der Analyse liegt darin, dass man sich von der gegenständigen Wahrnehmung der Welt verabschiedet. Eine Einheit, ob es eine phänomenale Welt im Ganzen oder ein Lebewesen wäre, wird als ein Wechselwirkungsnetz angesehen, wobei ihre Teileinheiten ausgeblendet werden. Es wird die Umwelt dieser Einheiten beobachtet. Jede diese Teileinheit ist offen zu ihrer Umwelt. Sie betreibt eine Wechselwirkung mit der Umwelt. Uns interessiert die Dynamik dieser Umwelt. A-Evolutionsmuster fasst die Gemeinsamkeiten dieser Dynamik auf. Näheres siehe Methode: Das Wechselwirkungsnetz

Sozialisierung

Ein dynamischer Prozess eines W-W-Netzes, der zu Verdichtungen in dem Netz führt. Es werden zwei Etappen der Sozialisierung unterschieden. In der ersten binden sich die Einheiten zu sozialen Einheiten. In der zweiten Etappe werden soziale Einheiten selbst verdichtet. Es entsteht s. z. die soziale Einheit nächster Ordnung.

Differenzierung

Ein dynamischer Prozess, der umgekehrt zur Sozialisierung ist: das W-W-Netz wird differenziert bzw. spaltet sich. Es werden zwei Arten der Differenzierung unterschieden. Eine entsteht durch die Wirkung der Umwelt: Z. B. die Unregelmäßigkeiten des Gravitationsfeldes führen zur Spaltung der expandierenden Materie, die geoklimatischen Bedingungen differenzieren das Leben (unterschiedliche Energieverwendung), Angebot an Nahrung und natürliche Hindernisse führen zur Differenzierung der zivilisatorischen Welt. Die zweite Art der Differenzierung entsteht durch die Sozialisierung.

Ein besonderer Art der Strukturierung ist, wenn die Sozialisierung ist gleich die Differenzierung, wie etwa Teilung der Zelle

Umwelt

In einem W-W-Netz ist alles, außer den Einheiten, die dieses Netz gründen, dessen Umwelt. Es wird zwischen den Arten der Umwelt unterschieden. Die Umwelt spielt schon in der biologischen Evolutionstheorie eine entscheidende Rolle. Besonderes Augenmerkmal in der a-Evolutionstheorie liegt auf der rückkoppelnden Wirkung Einheit-Umwelt. Die Umwelt wird differenziert:

eigene Umwelt

ist die Umwelt einer Einheit, die aus gleichartigen Einheiten besteht, mit denen die Einheit ein WWN erzeugt. Die Gleichartigkeit bezieht sich auf Kategorien. Die Lebewesen sind gleichartig in der Kategorie Phänomenale Welt: Das Leben. In der Theorie wird meistens diese Kategorie benutzt.  Ferner kann es nützlich sein andere Kategorien, z. B. Kategorie: Biologische Art als ein WWN anzusehen. Dann sind die Lebewesen eigene Art als eigene Umwelt anzusehen.

soziale Umwelt

die eigene Umwelt in einer sozialen Einheit ist soziale Umwelt.

fremde Umwelt

ist die Umwelt einer Einheit, die nicht aus gleichartigen Einheiten besteht. Anders gesagt ist die fremde Umwelt = die Umwelt reduziert um eigene Umwelt. Für eine Gemeinschaft sind die Einheiten der Quantenwelt, der stofflichen-makrokosmischen Welt und des Lebens (außer der Menschen!) fremde Umwelt, es sei denn, sie sind domestiziert und gehören zur Kultur der Gemeinschaft.  Die Menschen sind jedoch keine eigene Umwelt. Es sind internen Einheiten der Gemeinschaft –  einer qualitativ neuen Einheit in der Evolution.

Kultur

ist die Folge einer Wechselwirkung der Einheit mit der Umwelt.

Kultur-I

Das Nebenprodukt, das durch die Wechselwirkung Einheit-Umwelt entsteht, die Veränderung der Umwelt durch diese Wechselwirkung nennen wir Kultur-I.

Kultur-II

ist die Kultur, die sich an ihren Urheber bzw. andere gleichartige Netzteilnehmer zurück zu koppeln beginnt.

Kultur-III

Die weitere Steigerung der Rückkoppelung bringt es zu der Verschmelzung der evolutiven Einheiten und ihrer Kultur. Jede phänomenale Welt bzw. ihr Gründer ist das Ergebnis solcher Verschmelzung.

Die Bildung und die Rückkoppelung der Kultur ist der Mechanismus der Selbstorganisation schlechthin. Näheres lesen bitte Der Mechanismus der Evolution

Verschmelzung

Ein dynamischer Prozess in einem W-W-Netz, in dem die Einheiten durch wachsende Rate und Intensität der Wechselwirkungen eine Auflösung des W-W-Netzes der Einheiten bewirken. Die „befreiten“ untergeordneten Einheiten haben die Möglichkeit auf andere Weise sich zu binden, als es vorher der Fall war. Die Kernfusion eines Sterns ist eine solche Art Verschmelzung. Dazu gehören auch „der Herd“ eines Staates oder die Entstehung einer Eukaryote (einer Zelle mit Kern). In der Quantenwelt war es Gluon-Quark-Plasma, das immer schwerere Quarks hervorgebracht hat.

a-Phase

Die a-Evolution jeweiliger phänomenalen Welt wird durch wellenartige Entwicklung aufgefasst, deren Phase wird a-Phase genannt.

markante Punkte

sind Punkte auf der Wellenkurve, die markante/außergewöhnliche Ereignisse in dem Lauf der a-Evolution phänomenaler Welt bezeichnen. Die Punkte markieren die Entstehung qualitativ neuer Einheiten, deren Entwicklung hat Gemeinsamkeiten in allen Welten.

embryonales Stadium

bezeichnet den Abschnitt der Entwicklung analysierender Welt, der in der Entstehung neuer Einheiten – den Gründern der neuen Welt, mündet. Es ist primordiale Nukleosynthese, präbiotische Evolution, Evolution der Hominiden, digitale Entwicklung(?).

Erhaltungsstadium

bezeichnet den Abschnitt der Entwicklung analysierender Welt, der nach der „Geburt“ der neuen Welt tritt. Im Grunde bedeutet es eine Abkoppelung von der a-Evolution, die jetzt durch neue phänomenale Welt beschritten wird. In der mütterlichen Phänomenalen Welt werden keine qualitativ neuen a-Evolutions-Einheiten entstehen. Es werden die Variationen des Bestehenden gebildet.

Fraktalen, Fraktalisierung

Die Fortschreitung der phänomenalen Welten bedeutet zunehmende Fraktalisierung des a-Phasen-Musters. Fraktal heißt lateinisch fractus „gebrochen“. In der Mathematik besitzt ein Fraktal die Selbstähnlichkeit. Unter Fraktalisierung wird verstanden, dass die Phasenkurve gebrochen wird, in dem Fraktalen entstehen, die die „Mutter“-Kurve wiederspiegeln. Dabei wird der Verlauf der Hauptkurve im Ganzen (das Phasen-Muster) erhalten. 

Spiegelung

Ein immer wiederkehrendes Muster, in dem die alte Form im neuen Medium widerspiegelt wird. Zum Teil  ist ein Fraktal eine Äußerung der Spiegelung, wie etwa sich in jedem Tröpfchen Wasser sich seine Umgebung spiegelt. Das Gespiegelte ist nicht gleich dem Original, dennoch gibt uns viel Preis von dem Letzten. Die Assoziationen/die Vergleiche (und deren Widerlegung) des Atoms und Stern-Planeten-Systems sind auf dieses Muster zurückzuführen. Es wird etwas im neuen – stofflichen – Medium gespiegelt, das nur eine Facette des Originals wiedergibt. Anderes geht es verloren. Ähnlich gibt das Bild im Spiegel  nur eine Facette unserer Erscheinung wieder, die wir in sichtbaren Spektrum des Lichts hinterlassen.