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Evolution als Welle

Jede phänomenale Welt wird durch eine a-Phase beschrieben. Die Kurve der a-Phase beinhaltet markante Punkte. Sowohl die Charakteristik dieser Punkte als auch des Geschehens zwischen den markanten Punkten (Phasenabschnitte) haben Gemeinsamkeiten in allen phänomenalen Welten, die in dem Phasenmuster zusammengefasst werden.

Markante Punkte teilen die Wellenkurve in (Phasen-) Abschnitte. Es wird das Muster der Entwicklung bzw. Evolution bestimmten Phasenabschnitts in jeder phänomenalen Welt untersucht.

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Mit dem Beginn der neuen Phase, geht die alte phänomenale Welt in das Erhaltungsstadium über: es entstehen nur Variationen zum schon Vorhandenem. Das qualitativ Neues wird in der neuen Evolutionsphase geschafft.

Ich hatte die Form einer Sinuskurve gewählt, wobei die Welle auch in Form einer Glockenkurve dargestellt werden könnte. In der Darstellung der Sinuskurve bleibt s. g. embryonales Stadium des Gründers in der „mütterlichen“ Welt eingebettet, er ist noch nicht „überlebensfähig“. Die Sinuskurve beginnt mit dem Gründer, der sich von der Mutter-Welt emanzipiert und eigenes WWN bildet, der eigenen Funktionsgesetzten bzw. Regeln unterworfen ist. Daher der Beginn der Phase scheint mir hier anschaulicher zu sein (neben einfacher Tatsache, dass die Sinuskurve die Dynamik der Welle besser widerspiegelt als eine „statische“ Glockenkurve).

Eine Sequenz der phänomenalen Welten bzw. Phasen
Eine Sequenz der phänomenalen Welten bzw. Phasen

Der Gründer (der Atom, die Zelle, die Gemeinschaft) lässt ein eigenes Wechselwirkungsnetz kurz WWN# (unter dem wird Stoff-, Energie-, Fortpflanzungs-, Kommunikations- Netz gefasst) einer phänomenalen Welt – entstehen. Die Evolution einer phänomenalen Welt ist Evolution des W-W-Netzes (siehe Methode: das WWN). Der Gründer der Quantenwelt hebt sich in der Reihe der Gründer phänomenaler Welten ab, da Quantenwelt markiert den Beginn des (materiellen) Universums. „Unterhalb“ der Ebene des WWN der (materiellen) Teilchen treffen wir hier ein Beziehungsnetz, das alle mögliche – potentielle – Entwicklungen enthält, von denen nur eines in dem WWN realisiert wird (mehr dazu in der Phänomenale Welt: die Quantenwelt lesen). Wir beginnen die Analyse des Musters mit dem WWN der Gründer (als Ganze), dann werden wir mit jedem neuen Phasenabschnitt zur der qualitativ neuen Einheit übergehen. Der Einheit, die Evolutionsstafette übernimmt.

Die Phasenkurve beinhaltet markanten Punkte, die Entstehung der qualitativ neuen Einheit markieren und die Phasenabschnitte trennen:

A – die Geburt der neuen phänomenalen Welt – die Entstehung des Gründers eines W-W-Netzes der phänomenalen Welt:

  • (1) Urkraft
  • (2) Atom
  • (3) Zelle
  • (4) Gemeinschaft

B – die Entstehung der neuen qualitativen Einheit:

  • (1) Gluon-Quark-Plasma
  • (2) Stern (erster Generation)
  • (3) Eukaryote (Zelle mit Zellkern)
  • (4) Staat (Stadt-Staat der Hochkultur)

C – eine Explosion/eine Spaltung/ ein Niedergang dieser Einheit; es bleibt eine Hinterlassenschaft über, die als Referenz für die Bildung der nächsten neuen qualitativen Einheit dient; es markiert den Beginn der zweiten Halbphase – der Evolution der komplexen Einheiten:

  • (1) Hadron (ein Teilchen aus Quarks)
  • (2) Galaxie
  • (3) biologische Art
  • (4) Kulturraum mit religiöse bzw. ideologische Referenz

D – markiert den Beginn des embryonalen Stadiums, in dem der künftige Gründer der nächsten phänomenalen Welt gebildet wird, es ist ein Weg zum Gründer

  • (1) primordiale Nukleosynthese
  • (2) präbiotische Evolution
  • (3) Evolution der Hominini
  • (4) digitale Evolution (?!) der alten – „mütterlichen“ – Welt in das Erhaltungsstadium, in dem keine neuen qualitativen Einheiten entstehen, sondern Variationen von vorhandenen Qualität;
  • der Gründer ist Resultat einer Verschmelzung Kultur + Urheber

A’- die Entstehung des Gründers der neuen phänomenalen Welt und der Übergang

In dem markanten Punkt geht die a-Evolution in den nächsten Phasenabschnitt über. Phasenabschnitte verhalten sich zu einander ähnlich der phänomenalen Welten zu einander. Ein neuer Phasenabschnitt wird von dem Teil des alten begonnen. Die alte spaltet ab, wird zu gestaltenden Umwelt, zur Ressourcen-Quelle für weitere Evolution (die – zur Erinnerung! – im Rahmen dieser Theorie bedeutet stetige Entstehung des qualitativ Neuen).

Abgesondert steht hier markante Punkt C, dessen Evolutionsresultat (die Referenz für künftigen qualitativ neuen Einheit) scheint, vollständig in die neue Phase übergehen, sie zu gründen. Wenn wir aber auf der Ebene der Phasenabschnitte bleiben (nicht der Phänomenalen Welten), werden wir feststellen müssen, dass auch 4 Phasenabschnitt geht ganz in den 1 Abschnitt der nächsten phänomenalen Welt über. Auch in anderen Muster-Merkmalen sehen wir die „Verwandtschaft“ der 1 und 3 einerseits und der 2 und 4 Phasenabschnitte anderseits. Diese Verwandtschaft ist auch auf der Ebene der phänomenalen Welten feststellbar: geradzahligen und ungeradzahligen Welten.

Auch ein anderes Merkmal deutet daraufhin, dass die Phänomenalen Welten selbst eine Wellenphase (bzw. zwei Phasen) darstellen und die phänomenalen Welten sind nur Fraktalen# – selbstähnliche Entwicklungen. Es geht um das Steigerungsmuster, das wir sowohl auf Ebene der phänomenalen Welten als Phasenabschnitte beobachten können. Es geht um die Komplexität-Steigerung. Jeder Phasenabschnitt bedeutet das Zuwachs an horizontalen WWN, die vertikal verknüpft sind. In Allgemein sieht es so, als jede qualitativ neue Einheit eine Spiegelung ihrer Umwelt wäre. Die qualitativ neue Einheit bringt automatisch zum Zuwachs der horizontalen Schichten des phänomenalen WWN, der Entstehung der vertikalen Verknüpfungen. Die Komplexität des Vorhandenen wird erhöht. Es treibt die Anpassung der qualitativ neuen Einheit, die diese Komplexität widerspiegeln müsste. Diese mündet in einem „Quantensprung“ – der Entstehung neuer Qualität, die ihrerseits zur weiteren Komplexitätssteigerung der Umwelt beibringt und die Entwicklungsspirale geht weiter…


Es ist wichtig zu beachten, dass mit der Eingrenzung des Evolutionsbegriffes auf das qualitativ Neue, folgen wir der neuen Einheit in der Analyse. Somit verlassen wir die vorige Ebene, gehen auf nächste über. Dafür müssen wir uns auf ein Teil des Ganzen fokussieren (Tief und Hoch-Punkte B und D) oder müssen wieder ein Schritt zurückmachen, um mehr zu erfassen (Mittelpunkte A und C). Trotz des Verlassens der Hauptbühne der a-Evolution, müssen wir stetig in Auge behalten, das der Teil, den wir analytisch ausgeblendet haben, nimmt weiterhin an die Evolution teil – als gestaltende Umwelt. Der Einfluss geht so weit, dass diese Umwelt injiziert sich so zusagen in die neue Einheit, wird zu deren Teil: (1) die Naturkräfte repräsentieren sich in Ladungen der Materie, (2) das stoffliche Gas ist in der Atmosphäre des Sterns erhalten, (3) das prokaryotische Leben schreitet weiter in der Eukarya fort, (4) die Familie bleibt elementare Einheit des Staates.

Weiterhin nehmen die Einheiten des zweiten Phasenabschnitts in den neuen qualitativen Einheiten des dritten Phasenabschnitt teil: (1) das Hadron besteht aus Quarks bzw. ist ein Mikromodel des Gluon-Quarkplasmas, (2) die Sterne sind Bestandsteil der Galaxien, (3) der mehrzellige Organismus besteht aus eukaryotischen Zellen, (4) die Staaten sind die Einheiten des Kulturraumes zum Einem, zum Anderem sind diese Staaten selbst ein Resultat der Verschmelzung staatlichen Strukturen (ähnlich der Bildung der Galaxie). Der Unterschied zu dem zweiten Phasenabschnitt ist die Referenz, der die Einheiten in diesem Abschnitt unterliegen und die in dem zweiten Phasenabschnitt fehlte: (1) die Quarks unterliegen dem Sinn für neutrale Farbladung, (2) die Sternen entstehen in dem Wirkungsraum des Schwarzen Lochs im Zentrum der Galaxie, (3) die mehrzelligen Organismen unterliegen dem sexuellen Trieb, (4) die Staaten des dritten Phasenabschnitts entstehen und entwickeln sich in dem Wirkungsraum der Weltreligion. Die Referenz, die aus zweiten Phasenabschnitt hervorgegangen ist, schmälert die Freiheitsgrad der Entwicklung der alten Einheiten (unter der neuen Referenz), anderseits ergibt sich eine neue – unerwartete Freiheit, die diese Einheiten vorher nicht hatten:

  • (2) Die Sterne entwickeln sich zu Stern-Planeten Systemen, die nach meiner Auffassung (leider habe ich keine Hinweise in Publikationen gefunden) nur in komplexen Galaxie entstehen können.
  • (3) Die eukaryotischen Zellen können sich nicht entwickeln so, als es in einzelligen – freien – Umwelt der Fall wäre. Anderseits sie können entwickeln in die Richtung, die nie auf einer freien Bahn möglich wäre. (Auch verstärkt diese Umstand den Eindruck: es ist großer Missverständnis, dass Kopierfähigkeit essentielle Eigenschaft der Evolution ist. Das Gegenteil der Fall ist: die Evolution bemüht sich um die Variation und Kopien sind nur eine der Möglichkeiten, zum Einem die Expansion zu erzeugen, zum Anderem das Rohmaterial zu liefern, das zur weiteren Bildung der Variationen notwendig ist)
  • (4) Die vornationalen Staaten eines Kulturraumes des dritten Phasenabschnitts wiederholen im Grunde die Entstehung und die Entwicklung der Hochkulturen, für die ebenfalls die Religion – eine Referenz darstellte. Die Mächtigkeit der Referenz – ihre räumliche Ausdehnung – konfrontiert die mit lokalen Kulturen und erzeugt ein variables Religions- und politisches WWN, das seiner Zentralisierung entgegen wirkt. Es entsteht eine Vielzahl von den staatlichen Strukturen, die lokal zentralisiert werden. In dem Sinne haben wir ein Gebilde, das sehr ähnlich der Bildung der makrokosmischen Strukturen ist, indem die eigene Gravitationswirkung (selbsterhaltende politische Einheit) steht entgegen Gravitationswirkung der anderen und alle werden durch das Religionsnetz überspannt.

 Die politische Entwicklung der Staaten und die Entwicklung der Religion, deren WWN nach dem Muster des ersten Phasenabschnitts sich entwickelt (Expansion, Sozialisierung und Differenzierung). Es betrifft auch das WWN der Art, die mit ihrer Expansion, Sozialisierung und Differenzierung dem Muster folgt. Parallel zu ihm haben wir das Lebewesen, das neben der Referenz der biologischen Art – der Fortpflanzung – hat die Referenz zur Selbsterhaltung (analog einer staatlichen Struktur). Das komplexe Lebewesen entwickelt sich in Spannungsfeld der beiden. Das gleiche gilt für das Stern-Planeten-System, das sich in Spannungsfeld der Galaxie und eigenem Gravitationsfeld entwickelt (daher meine Annahme ist, dass Stern-Planeten-System kann NUR in Galaxie entstehen).

Vierte Phasenabschnitt fasst den Teil der Einheiten des dritten Abschnitts, dessen WWN einem Trichter ähnelt, am dessen Hals der Gründer der nächsten phänomenalen Welt entsteht. Das embryonales Stadium der zivilisatorischen Welt (noch in dem Leben eingebettet) führt uns das Mechanismus der Entstehung des Gründers am anschaulichsten (das auch auf anderen – fraktalen – Ebenen zu beobachten ist): die Kultur der entwickelnden Einheit (Hominini-Art) koppelt an seinen Urheber als gestaltende Umwelt zurück. Die Verschmelzung der beiden bringt zu dem Gründer zivilisatorischen Welt –  – der Gemeinschaft, die die Schwelle der lebenden Welt durchbricht (und trotzdem bleibt für immer deren Teil, siehe Matrioschka-Prinzip). Auch sind die Leptonen (eine Klasse der Teilchen) ein Nebenprodukt der Wechselwirkung der Quarks – also ihre Kultur. Die Elektronen gehören zur Leptonen. In einem Atom verbinden sich die Kultur: Elektronen und ihre Urheber: Quarksteilchen zu dem Atom – dem Gründer der klassischen bzw. stofflichen-makrokosmischen Welt. Auch fügt sich die Zelle in das Muster, wenn die RNS bzw. DNS als Kultur der Wechselwirkung der Proteine verstanden werden. In einer Zelle vollzieht sich die Verschmelzung der Urheber und der Kultur zur einen Ganzheit.


Ich möchte hier auch zu den Begriffen „Fortschritt“ und „Evolution“ sich äußern, um Mißverständnisse zu vermeiden. Es sind keineswegs analoge Begriffe. Ich werde es Anhang der Zivilisation erklären. Das Mittelalter des Europas gehört nach dem Muster zum dritten Phasenabschnitt (C-D). Zugleich haben wir im Nachbarschaft die Hochkultur – Goldenes Zeitalter des Islams, das zum zweiten Phasenabschnitt (B-C) zugeordnet werden muss. Der Fortschritt – in kulturellem Sinne – geht aus der phasenmässig zurückbleibenden Hochkultur. Diese Hochkultur dient als gestaltende Umwelt und prägt damit wesentlich den nächsten Evolutionsabschnitt. In wie weit diese Vorsorge notwendig war bzw. ist für Fortschreitung des dritten Abschnitts, bleibt noch zu untersuchen. Interessant wäre in dieser Hinsicht zwei Flügel der zivilisatorischen Evolution zu vergleichen: europäische plus Nahe Osten und die indische-asiatische, in der meines Wissens solche Art Vorsorge des vorigen Phasenabschnitts fehlt. Es könnte eine Ursache sein, die möglicherweise fehlte hier. Der expandierende Islam – schon aufgrund seiner Entfernung von den Kerngebieten – hat seine „aufweckende“ Wirkung verloren. Es ist auch nicht zu unterschätzen, dass auch die Blüte des Islams war von  persisch-griechisch-romanischen Kultur initiiert. Es fehlte möglicherweise (ich kenne mich mit der Geschichte des Asiens nicht) solche Art der Injektion in Osten, die den Islam dort ähnlichen Schub gegeben hätte, wie in Nahen-Osten und Südwest-Europa… Meine Sicht hier leider zu viel zu europazentrisch ist, wegen fehlenden Wissens…

Keine Phase hört abrupt auf bzw. auf Punkt genau beginnt. Der markante Punkt ist immer mit einem unscharfen Übergang verbunden. Wann beginnt die stoffliche-makrokosmische Welt?  Mit dem ersten Atom? Oder mit ersten stabilen Atom? Wann ist der Beginn einer Galaxie? Sie ist in der Unschärfe des Übergangs aufgelöst. Dazu kommt, dass nicht alle Sterne der ersten Generation zu einer bestimmten Zeit Supernova erleiden.  Eine gewisse Zeit überlagern sich zwei Phasenabschnitte. In der zivilisatorischen Welt oben angesprochene Kollision des dritten und zweiten Evolutionsabschnitts betrifft eine Hochkultur, die begann etwa gleich mit dem Niedergang des Römischen Reiches. In der Analogie würden wir ein Stern noch zu der ersten Generation der Sterne zuordnen (weil er irgendwo abseits sich befindet und erfüllt die Anforderungen für die zweite Generation der Sterne nicht), wobei in kosmischen Raum die Bildung der Galaxien schon im Gange ist. Ich denke aber, dass mit der Fortschreitung des dritten Abschnitts (Galaxien) wurde das kosmische Raum so verändert (durch schwere Stoffe, durch Gravitationswirkung der Galaxien) geteilt, dass irgendwann die Gegebenheiten für die Entstehung der supermassiven Sterne verschwinden. Ähnlich wird in der Zivilisation durch die Expansion der Staaten des dritten Abschnitts die Bildung der Hochkulturen (mit ihrer eigenen Religion) unterbunden. Das gleiche müsste auch für den zweiten Abschnitt des Lebens und der Quantenwelt gelten. Die Gegebenheiten für die Gluon-Quark-Plasma und die Endosymbiosen werden abgeschafft, so dass diese Phänomene in ihrer natürlichen Umgebung nicht stattfinden können. Als Teil der nächsten qualitativen Einheiten – sehr wohl. Nur werden sie dadurch verändert, an das Neue angepasst: das Gluon-Quark-Plasma bleibt in Miniatürformat in dem Hadron weiter fortbestehen; es entstehen weiterhin Sterne in den Galaxien – mit veränderten Eigenschaften und Entwicklungszyklus; die Endosymbiose findet sich – auf eine abweichende Art – in der Verschmelzung der Eizelle und dem Spermium wieder; die staatlichen Strukturen entstehen weiterhin, nur in dem Wirkungsraum der Weltreligionen und später der Ideologien.