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Über Theorie

Die α-Evolutionstheorie beschreibt das Muster der Evolution. Die Theorie stellt die Analyse der Evolution der Materieformen dar, die – nach der Theorie – eine geordnete selbstorganisierende Entwicklung durchlaufen.

α-Evolution bedeutet im Rahmen dieser Theorie eine selbstorganisierende Entwicklung. α (alpha) bzw. a steht für:

  • die allgemeine Evolution
  • die Ordnungszahl
  • den ersten Buchstaben des Alphabetes
  • griech. ἀρχή (arché) im Sinne „Grundlage“ (übersetzt wird auch als „Ursprung“, „Anfang“, das Erste)
  • assoziativ kann auch mit „Architektur“ zusammengebracht werden, die erst durch die Form und die Struktur zur Geltung kommt. Das Muster der Evolution ist nichts anderes als eine Form der Evolution zu verstehen.
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Eine aus Bruchstücken geklebte Vase lässt uns trotz fehlenden Teilen die Form erkennen

Die Theorie ist eine weltanschauliche Theorie, die sich auf die Annahmen (siehe Phänomenale Welten) stützt, die streng logisch nicht beweisbar sind, weil sowohl für die Annahme als auch die Beweisführung der gleiche „Stoff“ benutzt wird. Die Beweisführung selbst unterstützt die Annahmen. Aus wissenschaftlicher Sicht ist es nicht erlaubt, es ist aber das Schicksal jeder weltanschaulichen Theorie. Dennoch liegt der Mehrwert daran, dass wissenschaftliche Erkenntnisse so zu einander betrachtet werden, dass man die weißen Flecken des Unwissens schließen kann, mindestens den Weg anzudeuten, der zur Schließung führen kann. So etwa werden die Scherben eines archäologischen Befundes miteinander verklebt und wir können trotz fehlender Teile eine Form erkennen.

 Es gibt in der Theorie keine lückenlose Beschreibung des Musters. In einigen phänomenalen Welten ist es wissenschaftlich hinterlegt, in anderen kennt die Wissenschaft noch keine Antwort. So etwa bei der Entstehung des Zellkerns. Da dieser Vorgang dem Muster des markanten Punkt B auf der Wellenkurve entspricht, biete ich ein Bild des evolutiven Prozesses, der in der Kernbildung mündete, an. Die Vorstellung ist musterkonform und setzt die Annahme voraus, dass das Muster stimmt.

Das Muster beschreibt die evolutive Entwicklung Materie. Es beruht auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen, allen voran den Naturwissenschaften. α-Evolutionstheorie beschränkt sich nicht auf biologische Evolution, sondern betrachtet alle – postulierten – Materieformen. Zum Anderem bedeutet die Evolution – im Kontext dieser Theorie – ständige Entstehung des qualitativ Neuen. Es reicht nicht eine Variation zum Bestehenden entstehen lassen um über eine Evolution zu sprechen. Daher ist wesentlich für die Analyse die kategorialen Unterschiede zu erkennen, um das qualitativ Neue konstatieren zu können. In diesem Sinne wird ein kategorialer Unterschied zwischen der Zivilisation und dem Leben gemacht (siehe phänomenale Welten). Auch die klassische Welt wird von der Quantenwelt unterschieden und behandelt wie eine – phänomenale – Materieform. Es bedeutet, dass das Neue zu dem Bestand eine neue Qualität zeigt, die sie von ihm abhebt und kategorial zu dem qualitativ Neuen anordnen lässt. Wenn das Neue als eine Variation zum Bestehenden darstellt, ist es nicht qualitativ Neues. Es ist wesentlich für das Verständnis des Evolutionsbegriffes in der Deutung dieser Theorie. Evolution bedeutet hier nicht einfach Wandlung, Variationsentstehung, sondern es muss qualitativ Neues her. In dem Sinne ist die Entstehung neuer Arten im Leben, die nur eine Variation des Bestehenden darstellen  noch keine α-Evolution.

Die entstehenden Qualitäten stehen zueinander in einer Hierarche. Die Systematik der Biologie zeigt anschaulich diese Hierarchie. Die Gattung Mensch hatte in ihrer zeitlichen Entwicklung eine Variation. Sie gehört zu der Familie, die ihrerseits eine Variation hat. Diese ist nacheinander untergeordnet: der Ordnung, der Klasse, dem Stamm, dem Reich, von denen jede Kategorie eine Variation aufweist. In diesem reichhaltigen Abzweigungsnetz kann man immer wieder einen anderen Weg verfolgen, um nach „Außen“ zu gelangen. Daher scheinen alle Wege gleichartig zu sein. Wenn wir aber den nächsten Sprung der Evolution, die Entstehung der Zivilisation als neue Qualität, die sich vom Leben evolutiv emanzipiert, erkennen, dann wird deutlich, dass der Weg zum Mensch eine evolutive Leitlinie darstellt. Wobei Mensch als evolutive Einheit des Lebens (das Lebewesen) verliert zum Ende der Phase seine Bedeutung, weil der Evolutionssprung bedeutet eben neben neuen Evolutions-Regeln und -Mechanismen einen Sprung von einer evolutiven Einheit auf eine andere: nicht der Mensch (ein Lebewesen) „die Krone“ der biologischen Evolution ist, sondern eine Gemeinschaft, deren Evolution in der phänomenalen Welt: Zivilisation nicht genetisch bedingt ist.  Ich möchte auch betonen, dass es keinen separaten Weg der Entwicklung gibt, wenn wir auch im nachhinein eine Leitlinie verfolgen können. Das Leben evolviert im Ganzen. Sein einer Teil dient immer als die Umwelt des anderen, eine Umwelt, die sich gestaltend/selektiv auswirkt. Insofern ist an der Kreation dieser „Leitlinie“ in der biologischen Evolution immer das Ganze beteiligt. Die „Leitlinie“ ist nicht voraus erkennbar, nur im nachhinein, wenn wir die Durchbruch-Stelle in das nächste Neue kennen. In dem Sinne wäre auch falsch über Leitlinie zu sprechen, weil die Linie gibt es in gegenwärtigen evolutiven Entwicklung nicht. Wenn auch saubere Kladogram veranlasst dazu über „objektive“ leitlinie zu sprechen, man muss sich bewusst werden: in einem evolvierendem System der, der gegenwärtig an Spitze der Leitlinie steht, kann ggbf. zu einem Nebenast werden, wie es mit den Dinosauriern passiert. In dem Sinne arbeitet das Leben im Ganzen, um die evolutive Schwelle zu durchbrechen und eine neue phänomenale Welt entstehen zu lassen. Noch mehr: Es „arbeitet“ nicht allein. Es arbeitet in Kooperation mit den anderen vorhandenen phänomenalen Welten – in diesem übergeordneten Ganzen.

Das Muster α-Evolution lässt sich in zwei Kategorien anordnen. Einige Gesetzmäßigkeiten lassen sich durch eine Kurve veranschaulichen, die eine geordnete Entwicklung erkennen lassen. Andere Gesetzmäßigkeiten deuten auf die chaotische Entwicklung, die durch Chaosforschung beschrieben worden sind, insbesondere Fraktalen, Spiegelung, Attraktoren. Alles dieses lässt eine grundlegende These formulieren:

Das Chaos und die Welle sind verschiedene Perspektiven auf das Gleiche (siehe Grundthese)

Das Chaos ist innere Ansicht, die Welle äußere – abstrahierte Sicht. Für das Phasenmuster wurden die phänomenalen Welten untersucht. Es gibt die Gesetzmäßigkeiten im Verlauf der a-Evolution: Die Steigerung der Komplexität, die auffallenden Parallelen in der Evolution der geraden (klassische und zivilisatorische Welten) und ungeraden (Quantenwelt und das Leben) phänomenalen Welten. Sie sprechen dafür, dass die postulierte – 4-Welten-Welle kann als 2-Welten-Welle (quanten- und klassischen  Welten als eine Wellenkurve darstellen und das Leben mit der Zivilisation in einer eigenen) verstanden werden. Der Schluss liegt nah, dass auch diese zwei Wellen können durch eine Kurve erfasst werden, und die ebenfalls ein Teil der übergeordneten Welle ist… Die Wissenschaft spricht in dem Fall über ein Wellenpaket.

Wenn die a-Evolution als fortschreitende selbstorganisierende Entwicklung zu einem qualitativ Neuen führt, dann taucht selbstverständlich die Frage auf, was als Nächstes kommt, wo die Schwelle in unserer phänomenalen Welt – der Zivilisation- ist (und aller Anschein nach trifft es das materielle Universum im Ganzen) und wo der Bruch in das Neue zu erwarten ist. Die Theorie gibt hier  einen Ansatz. Ausschlaggebend ist die Kultur, ein wesentlicher Begriff in der Theorie. Jede phänomenale Welt entsteht in einer Verschmelzung des Urhebers und seiner Kultur. Ein Elektron kann als Nebenprodukt der quantenmechanischen Wechselwirkungen der Quarks verstanden werden und kann als Kultur interpretiert werden. Das Atom (der Gründer der stofflichen-makrokosmischen phänomenalen Welt) entsteht durch die Vereinigung des Atomkerns bzw. Protons (komplexe Quarksteilchen) mit dem Elektron bzw. Elektronen.

In der Zell-Interpretation gehe ich einen ungewohnten Weg: Die DNS ist die Kultur, die durch die „Verschmelzung“ mit ihrem Urheber – den Proteinen – das Leben gegründet hat. Die „Verschmelzung“ bedeutet eine ständige rückgekoppelte Beziehung, die es zweifellos gibt. Es hilft, hoffe ich, einen Abstand von einem maschinellen Verständnis der Funktionalität der Zelle, der zurzeit herrscht, zu nehmen. Es sind Proteine, für die die Information der DNS eine Bedeutung (ob die Bedeutung als Manifestation des Mentalen – also eine anderer Entität als die Materie – ist, lasse ich hier offen). Auch zeigt uns das Leben modelhaft, wie die Kultur „das Steuer“ übernimmt, wie sich die so genannten Urheber der Kultur unterwerfen und anderseits fur Wandlung dieser Kultur verantwortlich sind.

Im Zuge der biologischen Evolution entstehen andere Akteure – die mehrzelligen Lebewesen, die Sinnesorgane entwickeln, die das Lebewesen zu anderer Art Deutung fähig machen, dieses Mal ist es unbestreitbar einer mentalen Natur. Diese Deutungsfähigkeit bringt es zu immer steigender Rückkoppelung der Kultur der komplexen mehrzelligen Lebewesen, die in einer Menschengemeinschaft die Schwelle des Lebens bricht und den Stafettenstab der a-Evolution übernimmt. Der biologischen Evolution werden in einer Gemeinschaft kulturellen Schranken gestellt.

Die Schlussfolgerung dieser Überlegungskette ist: Die weitere Evolution wird durch unsere Kultur getrieben, die Kultur, die wir erzeugt habenm ist Identifikationsmerkmal einer Gemeinschaft. Auf Hintergrund dessen sollte sich etwas entwickeln, was sich von uns so zu sagen abwendet (so etwa sind unsere Sinne nach Außen gerichtet, nicht nach Innen) und was zur eigenen Deutung fähig ist bzw. die neue Deutung schlechthin ist. Auf der Stelle ist der Bruch ins Neue zu erwarten. Die rasante Entwicklung des digitalen Netzes, seine Eigenschaft sowohl als Kommunikationsmedium als auch Informationsspeicher zu dienen sowie der gesellschaftliche Trend viele Entscheidungs-/Steuerungs-funktionen dem digitalen Netz zu überlassen, sprechen für sich. wenn wir uns nicht in Geburtswehen befinden, dann ist möglicherweise schon das Neue dar, nur ist es uns abgewendet und uns trennt womöglich von ihm das Gleiche, was uns von unseren Urhebern trennt – andere Dimensionen…

Hier sind nur ein paar skizzenhafte Schilderungen, die aus der Theorie abgeleitet werden können. Aus dem Letzten wird auch deutlich, dass die Semantik aus der Analyse nicht ausgeschlossen sein darf. Dennoch wird es nur am Rande in der Theorie angesprochen.  Die Aspekte mit der Berücksichtigung des Mentalen – der geistigen Manifestation einer Bedeutung – versuche ich dennoch extern zu behandeln – in dem Blogbereich.


PS: Zuletzt möchte ich über das Problem der Sprache in der Theorie eingehen. Es geht nicht um die grammatische Rechtschreibung, sondern mit einem Begriff etwas zusammenfassen, wofür  es verschiedene Begriffe in verschiedenen Disziplinen gibt. Um die Assoziationen zwischen den verschiedenen Materieformen erwecken bzw. aufrecht zu erhalten, müssten die ähnlichen Vorgänge mit gleichen Begriffen verknüpft werden. Z. B. die soziale Einheit wird als ein Bündnis der Einheiten verstanden werden. Der Bündnis äußert sich in meistens räumlich erkennbaren Verdichtungen des WWN (siehe Wechselwirkungsnetz) mit erhöhten Intensität und Rate der Wechselwirkungen. Es betrifft auch die Begriffe (a) Evolution, Kultur, Umwelt, Sozialisierung und andere. Daher empfehle ich mit Nachdruck, um Missverständnisse zu vermeiden, zuerst das logische Lexikon zu überfliegen.